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1962 - Jubiläumsjahr - 10 Jahre Fleischmann H0 liegen hinter uns

Innerhalb nur weniger Jahre hat Fleischmann erstaunliches im H0-Bereich hervorgebracht:
Mehr als 15 unterschiedliche Lokomotiven und noch mehr Farbvarianten waren mittlerweile entwickelt worden, mehr als 50 unterschiedliche Wagenmodelle sind ebenfalls erhältlich. Die Detailvielfalt der Modelle hatte eine große Anzahl von Modellbahnern begeistert, man kann sagen dass Fleischmann Anfang der 60er Jahre der unangefochtene Marktführer im Bereich 2-Leiter H0 war! Durch die bisher hervorgebrachten Neuentwicklungen konnte man auch deutlich das Bestreben der Firmenführung erkennen, dem Modellbahner immer vorbildgetreuere Modelle anbieten zu können.

Alte Modelle wurden durch Neuentwicklungen ersetzt oder im Erscheinungsbild verbessert, d.h. vorbildgerechter umgestaltet. So wurde z.B. auch die bisherige Blech-Pufferbohle bei den Dampfloks BR24, BR 03 und BR 64 durch eine vorbildnähere Variante aus Kunststoff ersetzt und die bisherige Beleuchtung durch Birnchen durch eine 3-Lichtspitzenbeleuchtung mit Lichtleiter ersetzt.

Und das Jubiläumsjahr brachte mit die meisten Neuheiten mit sich, die es jemals geben sollte:

Die neue BR80
Bereits seit dem Anfangsjahr war die kleine Rangierdampflok BR80 1952, Kat.-Nr. 1320 dabei. Noch im zu großen Maßstab 1:82 gefertigt und damit nicht mehr zeitgemäß wurde diese nun durch eine komplette Neuentwicklung ersetzt.

Die neue BR 80 mit der Kat.-Nr. 1321 war nicht nur bereits im Maßstab 1:85 gefertigt, sondern besaß auch die vorbildentsprechende 3-Licht-Spitzenbeleuchtung, sogar beidseitig! Das gut durchgestaltete Gehäuse war aus Kunststoff hergestellt, das Chassis wie von Fleischmann gewohnt aus Zinkdruckguss.

Diese Lok wurde mit nur kleinen Veränderungen immerhin bis 1982 angeboten und ist bis heute in vielen Haushalten noch vorhanden. Ab 1970 bekam diese Lok noch die neue Katalognummer 4029.

Die NOHAB Diesellok als dänische Version
Die im vergangenen Jahr unter der Katalog 1385 vorgestellte belgische Diesellok wurde nun auch in einer attraktiven dänischen Farbvariante geliefert. Man kann durchaus feststellen, dass die Marketingabteilung bei Fleischmann in diesen Jahren gezielt die Expansion verfolgt hat.

Es gab mittlerweise Modelle deutscher und amerikanischer Vorbilder, aber eben auch französische, italienische, schweizerische und in brauner Lackierung schwedische Modelle. Alles in allem erwuchs nun mit dem belgischen und dänischen Modell ein riesiger Markt, der mit landestypischen Modellen bedient werden konnte. Beide Varianten wurden bis in die 90er Jahre in unterschiedlichen Farbgebungen angeboten.

Zu erwähnen wäre sicher noch, dass von 1963-66 dieses Modell zusätzlich als einmaliges Exportmodell für den luxemburgischen Markt ausgeliefert wurde mit der Katalognummer 1385 L. Als Modell der luxemburgischen Staatsbahn CFL, ebenfalls in rot, stellt das Modell auch eine Rarität bei Fleischmann dar, da im deutschen Katalog nicht angeboten und vermutlich nur in einer kleinen Stückzahl so gefertigt. Verschiedene Quellen sprechen von einer Auflage von 250 Stück, von denen aber vermutlich nur wenige in einem sammelwürdigen Zustand überlebt haben.
(Weitere Informationen speziell zu dieser Lok finden Sie bei dem Sammlerkollegen Herrn Effert unter http://www.effert.de/Archiv/nohab.htm)

Endlich wieder ein Schienenbus!
Bereits seit 1960 hatte Fleischmann keinen Triebwagen mehr im Angebot. Der 1955 vorgestellte Dieseltriebwagen 1371 bzw. als Doppeleinheit 1371/1 ähnelte nur entfernt einem Vorbild (VT36). Nun endlich bekam dieser einen vorbildentsprechenden Nachfolger: Der Dieseltriebwagen VT98, der mit einer festen Kupplung mit einem Steuerwagen VS98 verbunden war.

Zusätzlich zum 1372/2 mit Antrieb ausgestattet gab es zur Erweiterung auch nur zwei Steuerwagen gekuppelt (ohne Antrieb) als 1370/2. Die entsprechende Katalogseite beschreibt beide Varianten mit dem damaligen Verkaufspreis.

Die werkseitig eingebaute beidseitige 3-Licht-Spitzenbeleuchtung wechselte bei Fahrrichtungswechsel vorbildentsprechend auf 2 rote Rücklichter. Zusätzlich konnte auch noch eine Innenbeleuchtung eingebaut werden. Dieser Triebwagen hielt sich mit der Katalognummer 4400 bis in die 90er Jahre im Katalog und bekam erst 1996 mit der Katalognummer 4405 als zeitgemäße Neukonstruktion einen würdigen Nachfolger! Noch heute dürfte dieser Oldtimer in vielen Haushalten auftauchen bzw. zum Spieleinsatz kommen und das Angebot an diesem Triebwagen auf Börsen und Auktionen spricht für sich.

"Neubaulok" auch bei Fleischmann
Als Vertreter des Neubauprogramms der deutschen Bundesbahn kam eine interessante Dampflok neu ins Programm: die große Tenderlok der BR65 mit der Kat.-Nr. 1324.

Die Lok war wieder komplett aus Metall, lediglich die roten Leitungsattrappen an den Seiten waren aus Kunststoff gestaltet. Insgesamt machte das Modell einen imposanten Eindruck und wurde bis 1972 geliefert. Auch bei dieser Lok finden Sie häufig Angebote in ebay und auf Modellbahnmärkten.

Neulackierungen für Frankreich und Belgien
Um die Neuheitenpalette noch zu erweitern gabe es noch drei umlackierte, bereits vorhanden Modelle:

  • die bereits 1955 in Dienst gestellte amerikanische Diesellok 1340 wurde zur französiche Variante 1340 F
  • die deutsche V60 wurde jetzt grün-schwarz lackiert als "belgische" Lok 1380 F vorgestellt
  • der deutsche Rangierdiesel von 1958 , kat.-Nr. 1306 wurde ebenfalls in grün-schwarz zur französichen 1306 F

Der Auszug aus dem Fleischmann Katalog zeigt schön übersichtlich die 3 Neuheiten. Besonders die große Diesellok ist in der dunkelgrünen Lackierung auch heute noch eine Augenweide!
Weiterentwicklung bei den D-Zugwagen
Auch bei den Wagenmodellen kam es zu einer Verjüngung: die bereits seit den Anfangsjahren angebotenen Schürzenwagen aus Blech genügten den gestiegenen Ansprüchen an die vorbildentsprechende Erscheinung nicht mehr. Sie wurden aus dem Programm genommen und dafür kamen die neuen D-Zugwagen mit einem Wagenkasten aus Kunststoff:
Modelle des blauen Schnellzugwagens A4ümg in blau, Kat.-Nr. 1501, der roten Speisewaggens WR4üe der DSG, Kat.-Nr. 1503 und ein passender 4-achsiger Packwagen Pw4ümg, Kat.-Nr. 1504 bzw. ein roter Schlafwagen WLAB4ümg der DSG, Kat,-Nr. 1505.
Diese ergänzten das neue Programm zu den bereits 1959 vorgestellten D-Zugwagen 2. Klasse B4ymg, Kat.-Nr. 1508 und den blauen "TOUROPA" Liegewagen Bc4ümg, Kat.-Nr. 1509. Auch hier zeugt die Häufigkeit der heutigen Angebote von der damaligen Beliebtheit der jungen "modernen" Bundesbahn.    


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